Pressebereich der Stadtschule Alsfeld

Drei schnelle Tipps für die letzten Ferientage

End­spurt ist schon an­ge­sagt. Der Blick auf den Ka­len­der ver­rät: Die Win­ter­fe­ri­en sind schon fast vor­bei. Gleich­wohl: Die zu­hau­se ge­blie­be­nen Kin­der wol­len auch noch in den letz­ten Ta­gen be­schäf­tigt wer­den. Bei dem nass­kal­ten, trü­ben und reg­ne­ri­schen Wet­ter der ver­gan­ge­nen Ta­ge nicht im­mer ei­ne all­zu leich­te Auf­ga­be für El­tern, Groß­el­tern oder et­wai­ge Be­treu­er. Des­we­gen hier noch drei schnel­le Tipps, wie die schul­lo­se Zeit mit ein we­nig Kurz­weil über­brückt wer­den kann. Wie man Kin­der schnell und oh­ne gro­ßen Auf­wand be­schäf­tigt, weiß Bir­git Tho­ma. Sie ist beim Be­treu­ungs­ver­ein Re­gen­bo­gen Als­feld ak­tiv, der sich auch in den Schul­fe­ri­en um die Be­treu­ung von Kin­dern der Stadt­schu­le küm­mert.

Tipp eins: Raus an die Luft. Das Wet­ter kann nicht zu schlecht sein. „Auch im Re­gen kann man Spaß ha­ben.“ Au­ßer­dem kön­nen Kin­der so ih­ren Be­we­gungs­drang aus­le­ben. „Ein­fach mal ei­ne Run­de Fuß­ball­spie­len ge­hen, mit der rich­ti­gen Klei­dung geht das bei trü­ben Wet­ter“, rät Tho­ma.

Tipp zwei: mit den Kin­dern Fil­zen. Da­zu be­dür­fe es le­dig­lich ein we­nig Fil­zwol­le, sagt Tho­ma. „Gu­te An­lei­tung da­für gibt es bei­spiels­wei­se über die Han­dy-App Pin­te­rest“, er­klärt Tho­ma. Pin­te­rest ist ein so­zia­les Netz­werk, wo­rü­ber ein Aus­tausch über ver­schie­de­ne Hob­bys und In­te­res­sen er­mög­licht wer­den. „Da fin­det man vie­le An­re­gun­gen und auch Bas­tel­an­lei­tun­gen“, meint Tho­ma.

Tipp drei: Ein­fach ein­mal den Brett­spiel-Klas­si­ker her­aus­ho­len, egal ob Mensch-Är­ger-Dich-Nicht oder Wür­fel­spie­le. „Das macht im­mer Spaß“, weiß Tho­ma.

08. 12. 2017 23 500 Euro für sechs Projekte

FÖRDERUNG Heinz und Gisela Friederichs Stiftung unterstützt Vereine und Institutionen aus dem Kreis Von Hen­ning Irek ALS­FELD .

Star­ke fi­nanz­iel­le Un­ter­stüt­zung für sechs Pro­jek­te, Ver­ei­ne und In­sti­tu­tio­nen aus der Re­gi­on: Ins­ge­samt 23 500 Eu­ro stell­te die Heinz und Gi­se­la Frie­de­richs Stif­tung in die­sem Jahr wie­der als För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung. Be­dacht wur­den da­bei der Ver­ein Re­gen­bo­gen an der Als­fel­der Stadt­schu­le, die Als­fel­der Mu­sik­schu­le, das Haus am Kirsch­berg in Lau­ter­bach, die Als­fel­der Kul­tur­ta­ge, das Al­bert-Schweit­zer-Gym­na­si­um und die Vi­tos Ju­gend­psy­chia­trie. „Ich freue mich, dass wir heu­te hier be­kann­te Ge­sich­ter se­hen, aber auch neue In­sti­tu­tio­nen för­dern“, be­grüß­te Se­bas­ti­an De­cher, Ge­schäfts­füh­rer von Hart­mann Spe­zi­al­ka­ross­er­ien zur Scheck­über­ga­be. Denn die För­der­richt­li­ni­en der Stif­tung se­hen vor, dass ex­pli­zit nach­hal­ti­ge Pro­jek­te un­ter­stützt wer­den sol­len. Aus die­sem Grund sei­en in die­sem Jahr auch nur 23 500 Eu­ro der mög­li­chen 30 000 Eu­ro aus­ge­schüt­tet wor­den. „Die üb­ri­gen Mit­tel ha­ben wir auf das kom­men­de Jahr ge­scho­ben“, so De­cher. Im Ent­schei­dungs­gre­mi­um über die Ver­wen­dung der Stif­tungs­gel­der sit­zen ne­ben De­cher Als­felds Bürg­er­meis­ter Ste­phan Pau­le, Land­rat Man­fred Gö­rig und Spar­kas­sen­vor­stand Günt­her Sed­lak. „Wir ha­ben Pro­jek­te aus­ge­wählt, die die Re­gi­on be­rei­chern und hier auf Dau­er et­was be­wir­ken“, er­läu­ter­te Gö­rig. Für Pau­le ist das Wir­ken der Stif­tung, in die der Stif­tungs­ge­ber Heinz Frie­de­richs auch sei­ne 60-pro­zen­ti­ge Be­tei­li­gung an Hart­mann Spe­zi­al­ka­ross­er­ien ein­ge­bracht hat­te, „ein Glücks­fall für die Stadt und die Re­gi­on“. Der Ver­ein Re­gen­bo­gen wird mit 3000 Eu­ro un­ter­stützt. Wie Ti­na Grö­ning, Vor­stands­mit­glied beim Re­gen­bo­gen, er­läu­ter­te, möch­te der Ver­ein die Mit­tel in die wei­te­re Aus­stat­tung des ehe­ma­li­gen vhs-Ge­bäu­des ste­cken. Die Als­fel­der Mu­sik­schu­le wird mit 3500 Eu­ro be­dacht. „Da­mit wer­den wir ein Mu­si­cal in Ko­ope­ra­ti­on mit der Brü­der-Grimm-Schu­le, der Werks­tatt für be­hin­der­te Men­schen Al­ten­burg und der Ge­rhart-Haupt­mann-Schu­le fi­nan­zie­ren“, blick­te der Lei­ter der Ein­rich­tung, Wal­ter Win­disch-Lau­be, auf die Ver­wen­dung der För­der­mit­tel. Das Haus am Kirsch­berg wird die 5000 Eu­ro För­de­rung in das neue Pro­jekt „Hil­fe un­ter ei­nem Dach“ ste­cken. „Wir wer­den da­von ei­nen Teil der Aus­stat­tung be­schaf­fen.“ Der Ver­ein Als­fel­der Kul­tur­ta­ge wur­de mit 10 000 Eu­ro be­dacht, die in die Durch­füh­rung der Kul­tur­rei­he in die­sem Jahr ge­flos­sen sind. „Wir hof­fen, dass wir auch 2019, wenn die näch­ste Auf­la­ge der Kul­tur­ta­ge an­ge­dacht ist, wie­der un­ter­stützt wer­den“, gab sich Bär­bel Hal­ten­hof, Vor­sit­zen­de des Ver­eins, op­ti­mis­tisch. Die ASS wird von der Stif­tung mit 1500 Eu­ro un­ter­stützt für ein Ka­len­der-Pro­jekt in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Stadt­ar­chiv. „Der Leis­tungs­kurs Ge­schich­te wid­met sich die­ses Mal dem The­ma Als­felds Stadt­ge­schich­te aus sechs Jahr­hun­der­ten“, stell­te Mi­cha­el Ru­dolf, Ge­schichts­leh­rer und eh­ren­amt­li­cher Stadt­ar­chi­var das ge­för­der­te Pro­jekt vor. Die Vi­tos Ju­gend­psy­chia­trie zählt in die­sem Jahr erst­mals zu den ge­för­der­ten In­sti­tu­tio­nen. „Wir wer­den die 500 Eu­ro da­für ver­wen­den, im Au­ßen­be­reich mit ei­nem Bas­ket­ball­korb oder ei­ner Tisch­ten­nis­plat­te An­rei­ze zur Be­we­gung zu schaf­fen“, stell­te Er­got­her­apeu­tin An­ja Kohl-Tho­ma die Plä­ne vor.

Lesen, nur lesen! Wie neue Tech­no­lo­gie und alte Igno­ranz die schöns­te aller Kul­tur­tech­ni­ken ge­fähr­den.

von MA­NU­EL J. HAR­TUNG aus der ZEIT vom 16.11.2017

Lesen, nur lesen! Wie neue Tech­no­lo­gie und alte Igno­ranz die schöns­te aller Kul­tur­tech­ni­ken ge­fähr­den Liebe Le­se­rin, lie­ber Leser, Sie tun etwas, das aus­zu­ster­ben droht; Sie lesen einen Text. Wie an­ders wäre es, wenn Sie die­sen Leit­ar­ti­kel als Video an­schau­ten: Viel­leicht spre­che ich Ihnen dann zu lang­sam, nervt Sie das Foto hin­ter mir oder lenkt Sie meine Ges­tik ab. Sie kön­nen es nicht än­dern. Ich sende, Sie emp­fan­gen. Da Sie die­sen Text aber lesen, be­gin­nen Sie zwei Ge­sprä­che: eines mit mir, eines mit Ihnen selbst. Viel­leicht stop­pen Sie beim Lesen, schwei­fen ab, den­ken nach. Durch die lange Weile Ihrer ei­ge­nen Ge­schwin­dig­keit ent­steht etwas Neues. Lesen ist die wich­tigs­te Kul­tur­tech­nik, die Men­schen haben. Lesen er­schließt einem die Welt, er­zeugt Mit­ge­fühl, lässt einen die Furcht vor dem Furcht­ba­ren über­win­den, indem es das Furcht­ba­re in Worte fasst. (Nicht zu­letzt: Lesen macht Freu­de, was man auch an die­sem Frei­tag sieht, wenn beim Bun­des­wei­ten Vor­le­se­tag von ZEIT, Stif­tung Lesen und Deut­sche Bahn Stif­tung 160 000 Eh­ren­amt­li­che Kin­dern vor­le­sen.) Der Krise des Le­sens kann man durch pro­duk­ti­ve Ver­un­si­che­rung ent­kom­men Doch der­lei Ak­tio­nen dür­fen einen nicht täu­schen: Das Lesen ist von zwei Sei­ten ge­fähr­det, von neuer Tech­no­lo­gie und alter Igno­ranz. So schnell wie nie än­dert sich, wie Men­schen kom­mu­ni­zie­ren. Erst haben sie immer mehr ge­le­sen und ge­schrie­ben; sie sims­ten, whats­app­ten und pos­te­ten. Die neue Schrift­lich­keit ver­brei­te­te sich so schnell, dass Pes­si­mis­ten von einer »Kul­tur des ge­senk­ten Blicks« spra­chen, in der jeder in sein Smart­pho­ne starrt und in du­den­fer­ner Or­tho­gra­fie tex­tet. Jetzt kommt etwas Neues: die Kul­tur des ge­spitz­ten Mun­des. Spra­che ist der nächs­te große Schritt der Di­gi­ta­li­sie­rung. Als Mo­bil­funk teuer war, ver­schick­te man Da­ten­par­ti­kel na­mens SMS. Heute sen­det man lange An­sa­gen, die man in das Smart­pho­ne vor sei­nem Mund spricht. Kein Dia­log ent­steht, son­dern di­gi­ta­les Re­de-Ping­pong. Zudem spre­chen Men­schen nun mit Ma­schi­nen, mit schlau­en Sys­te­men wie Siri, Alexa oder Goog­le Home, die be­lieb­te Weih­nachts­ge­schen­ke wer­den. Und Face­book-Chef Mark Zu­cker­berg kün­dig­te ge­ra­de an, Vi­de­os ganz groß zu ma­chen. Der neue Modus er­fasst auch die Hoch­kul­tur: We­ni­ger Men­schen kau­fen Bü­cher, mehr gehen je­doch auf Buch-Events wie Le­sun­gen; es reicht ihnen, sich durch den Autor »be­le­sen zu füh­len«, wie die FAZ schrieb. Wer immer spricht und nie schweigt, hat ir­gend­wann nichts mehr zu sagen. Selbst der Be­red­sa­me kann sich nicht aus sich selbst re­pro­du­zie­ren, er braucht den Raum des stil­len Zwie­ge­sprächs mit dem Ge­schrie­be­nen. Wenn alle nur noch sen­den, wird immer mehr Ge­sen­de­tes be­deu­tungs­los. Spre­chen ohne Lesen ist Ge­la­ber. Deutsch­land lebt von neuen Ideen und Er­fin­dun­gen. Es müss­te daher zu den vor­dring­lichs­ten Auf­ga­ben von Bil­dungs­po­li­ti­kern zäh­len, das Lesen zu ret­ten. Doch seit Jah­ren igno­rie­ren sie es und ver­lie­ren dabei die aus den Augen, die wenig Chan­cen und kaum eine Lobby haben: 7,5 Mil­lio­nen Men­schen kön­nen kaum lesen und schrei­ben. 28 Pro­zent der El­tern lesen ihren Kin­dern in den ers­ten drei Le­bens­jah­ren nicht re­gel­mä­ßig vor. In acht deut­schen Bun­des­län­dern sank die Le­se­kom­pe­tenz der Grund­schü­ler zwi­schen 2011 und 2016, was nur des­we­gen nicht so auf­fiel, weil die Leis­tun­gen bei Recht­schrei­bung und Mathe stär­ker nach unten gin­gen. Es gibt zwei Wege, mit die­sen Be­fun­den um­zu­ge­hen: Kul­tur­pes­si­mis­ten be­jam­mern ge­nie­ße­risch den Un­ter­gang; das lin­dert den Schmerz, macht die Ret­tung je­doch un­wahr­schein­li­cher. Op­ti­mis­ten hin­ge­gen set­zen auf die pro­duk­ti­ve Ver­un­si­che­rung, die die Krise des Le­sens aus­löst. Viel­leicht kann sie ein »Ge­setz« in­spi­rie­ren, das der Alt­his­to­ri­ker Wolf­gang Riepl vor hun­dert Jah­ren in einer Ar­beit über das »Nach­rich­ten­we­sen des Al­ter­tums« auf­stell­te: Dem zu­fol­ge ver­drängt eine neue Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form eine alte nicht, son­dern führt diese auf ihre ei­gent­li­che Stär­ke zu­rück. Das Lesen wird man also nicht durch Welt­un­ter­gangs­ge­re­de ret­ten, son­dern indem man es groß macht und be­son­ders. Viele Ge­schich­ten der Welt­li­te­ra­tur han­deln von un­er­hör­ten Be­ge­ben­hei­ten. Sol­che Be­ge­ben­hei­ten müss­ten die Op­ti­mis­ten fürs Lesen er­schaf­fen. Was das sein kann? Klei­ne Ak­tio­nen, von Le­se-Flashmobs bis zu Bü­cher­schrän­ken an jeder Ecke, aber auch große Dinge wie gran­dio­se Bi­blio­theks­bau­ten; so gehen in so­zia­len Netz­wer­ken ge­ra­de Bil­der der neuen Bü­che­rei von Bin­hai viral, einem spek­ta­ku­lä­ren Pa­last der Bü­cher, der aus­ge­rech­net im hy­per­schnel­len China ge­baut wurde. Wer das Lesen fei­ert, der ret­tet es.


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